Ich bin jetzt ein Streifenhörnchen – Test: Garnier Natural Bronze Selbstbräuner


Wir sind umgezogen und sind nun unter http://life-style-check.de zu finden!

Der Frühling steht in voller Blüte, der Sommer naht mit großen Schritten und ich, ja ich hatte einen großartigen Plan. Pläne sind etwas tolles, meist sind sie in der Theorie absolut logisch und funktionieren natürlich immer. In der Praxis sieht das anders aus. Und genau das zeige ich euch in diesem Test.

Mein großartiger Plan: Kalkleisten adé, hello natürlich braune Beine! Gut,oder?

Dazu habe ich gleich zwei Produkte getestet, an jedem Bein eines. Die Testprodukte: Natural Bronze Selbstbräunungsgel und Spray. Beides aus dem Hause Garnier Ambre Solair. Und hier ist mein Test:

Natural Bronze Gel

Gekauft im DM für 8,99 € in der 150 ml Tube.

GarnierNaturalBronzeKosmetiklounge

Das verspricht der Hersteller: 

Das Selbstbräunungs-Gel verleiht der Haut in Sekundenschnelle einen seidigen Goldschimmer. Leichtes Auftragen, keine Streifen, natürliche und gleichmäßige Bräune. Der Selbstbräunungswirkstoff verleiht ihrer Haut innerhalb von 3 Stunden eine natürliche, gleichmäßige und merkbar schöne Bräune. Sie ist frisch, nicht klebend. 

Das sind die Inhaltsstoffe: 

Aqua/Water, Alcohol denat., Glycerin, Propylene Glycol, Dihydroxyacetone, Hydroxyethyl Acrylates/Sodium Acryloyldimethyl Taurate Copolymer, CI 16035/Red 40, Tocopherol, Hydroxycitronellal, PPG-26-Buteth-26, PEG-40 Hydrogenated Castor Oil, Limonene, Xanthan Gum, Linalool, Benzyl Salicylate, Benzyl Alcohol, Alpha-Isomethyl Ionone, Caramel, Geraniol, Methylparaben, Tetrasodium EDTA, Butylphenyl Methylpropional, Citronellol, Citral, Prunus Armeniaca Kernel Oil/Apricot Kernel Oil, Coumarin, Parfum/Fragrance

 

Aussehen / Geruch:

Die Tube ist recht handlich, einziges Manko: Beim Auftragen kann man sie nur mit einer Hand nehmen, sonst verteilt man Gel auf der Tube und sowas geht nie gut aus.

BronzeGelGarnieKosmetikLounge

Der Geruch ist total untypisch für einen Selbstbräuner. Es riecht wie eine Bodylotion, fruchtig-süß. Von der Angepriesenen Aprikose habe ich jetzt soviel nicht wahrgenommen. Die Farbe des Gels geht ins bräunliche, ein kleiner Vorgeschmack auf das erhoffte Ergebnis.

Anwendung: 

Das Auftragen als solches ist recht einfach. Das Gel hat eine cremige Konsistenz und erinnert an Bodylotion. Auf der Packung steht als Anwendungshinweis:

Gleichmäßig auf dem Körper verteilen und sich nach jeder Anwendung die Hände waschen. Täglich bis zur gewünschten Bräune auftragen, danach ein- bis zweimal wöchentlich. 

Hört sich ja ganz einfach an. Ich habe natürlich vor dem Auftragen meine Beine gepeelt, soll ja alles schön werden! Das Gel habe ich am rechten Bein getestet. Das Auftragen als solches ging ganz gut, eincremen und gut ist. Gefühlt habe ich nichts ausgelassen. Es fühlte sich auch so an wäre überall etwas Gel aufgetragen.

Gut, dann warten bis es eingezogen ist. Ich dachte eigentlich das einziehen wäre nach 10-15 Minuten erledigt, ich wurde allerdings eines besseren belehrt. In den 10 Minuten die ich zum Einziehen eigeplant hatte verströmte das Gel einen eigenartigen Geruch der so garnichts mehr mit Aprikose, fruchtig oder auch nur süß zu tun hatte. Okay, der Selbstbräunungswirkstoff fängt jetzt bestimmt an auf meinen Beinen so richtig aktiv zu werden. Das dachte ich zumindest. Stattdessen klebte es! Ich habe sicherheitshalber nochmal nachgeschaut ob ich auch wirklich den Selbstbräuner genommen habe und nicht einen Prittstift. Man weiss ja nie. Nunja, es klebte also und ich roch komisch. Tolle Kombi, ich war total glücklich …….. 😦

Das Kleben hatte sich auch nach drei Stunden nicht verabschiedet. Drei Stunden in denen ich im T-Shirt rumsaß, ständig aufmerksam auf die Position meiner Beine achtend um ja nirgendwo ranzukommen. Rein Optisch hatte sich nach den drei Stunden – die ja auf der Packung als Zeitraum bis zur Bräunung angegeben waren – nichts getan. Meine Beine waren weiß. Immer noch. Aber, man soll ja die Hoffnung nicht aufgeben. Da war ja noch das linke Bein.

Das Linke Bein hat das Selbstbräunungsspray abbekommen. Zum Produkt:

Natural Bronzer Spray 

Gekauft im Rossmann für 4,99 € in der 150 ml Spraydose.

Das sagt der Hersteller: 

Natürliche Bräune, Zieht schnell ein, Streifenfrei – im Prinzip dasselbe wie das Gel.

Das sind die Inhaltsstoffe: 

IMG_3297

Aussehen / Geruch: 

Die Spraydose erschein mir, nach der Geltube, als äußerst Praktisch. Drücken, nichts an den Händen und fertig. So mag ich das.

Der Geruch ist auch hier wieder untypisch. Aber: Im Gegensatz zum Gel bleibt der Geruch beim Spray wie er ist. Puh! Ein fruchtig-süßlicher Duft betört, verfliegt aber recht schnell.

Anwendung: 

Auf der Spraydose steht:

Aus einer Distanz von 40cm direkt und gleichmäßig und mit einer kontinuierlichen und regelmäßigen Bewegung auf die Haut sprühen und trocknen lassen. 

Ansonsten gilt dasselbe wie beim Gel auch.

Das Sprayen ging ganz gut, ich hatte auch das Gefühl alles getroffen zu haben. Da mein rechtes Bein nun komisch roch und klebte, erhoffte ich mir natürlich für mein linkes Bein etwas besseres. Ich wurde auch nicht enttäuscht, aber mal ehrlich: Schlimmer hätte es nicht kommen können 😀 Das Spray trocknete recht gut weg und der Geruch veränderte sich auch nicht ins komische. Auch hier war nach drei Stunden nichts zu sehen. Allerdings muss ich sagen, dass beim Spray-Bein meine Haut spannte und ich das Gefühl hatte ich hätte eine Folie auf dem Bein.

Aber naja, wie heisst es so schön: Wer schön sein will muss leiden.

Braun oder nicht Braun, das ist hier die Frage:

Tja, da saß ich nun mit einem klebenden Bein und einem einem nicht klebenden Bein. Nach 4 Stunden bin ins Bett gegangen, hatte allerdings Horrorvisionen von abfärbendem Selbstbräuner und Streifen und andere schreckliche Dinge.

Mit dieser Kalkleiste bin ich in den Test gestartet:

Kalkleiste

 

Jaaaaa, ich weiss. Schon eher die Winterausstattung.

Am nächsten Morgen wachte ich auf und musste erstmal schauen ob meine Abfärbe-Befürchtungen eingetreten sind. Erleichtert kann ich euch sagen: Nein, weder Gel noch Spray färben ab. Juhu!

Dann ging es an die Begutachtung der Ergebnisse. Um es kurz zu machen: Ich schwankte zwischen purer Verzweiflung und einem „Ganz okay“-Gefühl.

Warum? Tja, also eine Bräunung war nur ganz, ganz leicht zu erkennen. Gesprüht habe ich jeweils vom Fuß bis kurz übers Knie. Das gilt für beide Beine. Als erstes fiel auf: Links (Spraybein) keine Streifen erkennbar, ganz leichte Bräunung, echt nicht der Rede wert. Rechts (Gelbein) Streifen, leichte Bräunung, ebenfalls nicht der Rede wert.

Hier ein Bild von einem besonders schönen Streifen:

Elend1

Die Streifen waren im Prinzip überall zu sehen. Deprimierend, denn ich hatte doch gleichmäßig alles verteilt und geklebt hat auch alles gleichmäßig. Naja, okay. Kann passieren, gerade bei Gel.

Aber der richtige Horror war an den Füßen zu sehen. Bei beiden. Und auch da hatte ich durchaus auf alles geachtet um genau das zu vermeiden. Ging in die Hose, aber seht selbst:

Elend2Elend3

Bild 1: Gelfuß, Bild 2: Sprayfuß. Beim Sprayfuß sah die Haut auch irgendwie total „blättrig“ aus. Fühlte sich aber nicht so an.

Und hier beide Beide in ihrer missglückten Bräune:

Elend4

 

Ich sehe aus als hätte ich nachts im Saharasand gespielt und dann vor dem Zubettgehen vergessen die Füße zu waschen. Zum Glück ist es noch nicht Sommer und ich kann das noch gut mit langen Hosen kaschieren. Es gibt auch ein paar positive Worte.

Gesamtfazit: 

Insgesamt bin ich nur vom Spray weniger enttäuscht als vom Gel. Der Test ist in die Hose gegangen. ich hätte gerne eine nette, lobreiche Review verfasst, aber so geht das nicht. Es gibt allerdings nicht nur negatives zu sagen. Beim Gel kann ich sagen, dass die Haut nach der Klebephase weich und gepflegt war. Das mochte ich, allerdings bekomme ich das auch mit Körperbutter hin. Das Kleben beim Gel ist allerdings ein riesiger Minuspunkt für mich.

Beim Spray fand ich das Auftragen gut und hier wurde auch das Streifenfreie Versprechen eingehalten. Auch hier war mein Bein am nächsten Tag weich und es fühlte sich gut an.

Ich habe vor dem Kauf beider Produkte natürlich einige Berichte gelesen und gerade beim Gel hatte ich einige positive gelesen. leider fiel der Test bei mir anders aus. Nachkaufen werde ich es nicht. Auch das Spray wird leider ausziehen müssen, das Ergebnis war nicht das ersehnte und nichtmal im Ansatz das erhoffte. Selbst wenn ich das Desaster an den Füßen mal außer Acht lasse ist es einfach nur missglückt.

Insgesamt ist mein Eindruck kein guter. Mag an der Struktur meiner Haut liegen, es gibt offensichtlich andere Mädels bei denen das gut funktioniert.

Deshalb: Geht in die Sonne und habt Geduld 🙂 Ist schonender für Nerven und Geldbeutel, Sonne macht außerdem glücklich. Sobald mein Dreckspatz-Look an den Füßen abgeklungen ist werde ich jeden Sonnenstrahl mitnehmen der mich erreichen kann 🙂

Wer es dennoch wagen möchte: Erhältlich ist der Selbstbräuner in Drogerien und online via Amazon (Garnier vertreibt online via Amazon) L’Oréal Paris bei Amazon

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9 Gedanken zu „Ich bin jetzt ein Streifenhörnchen – Test: Garnier Natural Bronze Selbstbräuner

  1. Danke für den lustigen Blogbeitrag 🙂 Genau dasselbe ist mir bislang mit allen Selbstbräunungsmitteln passiert. Selbst wenn das Ergebnis in seltenen Fällen sogar perfekt wurde, kam nach 3 Tagen das Problem, dass sich die Bräune ungleichmäßig (trotz Peelen) abrieb. Wenn man dann nachcremt, wird das Ergebnis wieder unregelmäßig. Ich bleibe jetzt blass 🙂 und nenne das Elfengleich. haha. Wer mich als Kalkleiste und Gespenst betitelt, soll halt woanders hingucken. Trotzdem werde ich neue Produkte natürlich gern weiter testen!

    • Hihi Elfengleich ist gut! Inzwischen hat sich – nach knapp einer Woche – auch das letzte Fleckchen verabschiedet. Ich bin erstmal geheilt von braunen Beinen ohne Sonne 😉

  2. Ich habe mir, bevor ich deine Review gelesen hab (aber das kann man sich wahrscheinlich denken) auch das garnier Bronze gel gekauft. Und ich habe wirklich genau , aber haargenau das gleiche wie du empfunden. Sowohl sofort nach dem Auftrag, als auch am nächsten Morgen. 😦

    • Oh 😦 Ich hoffe du hast es auch an einer Stelle probiert die man jetzt noch gut verdecken kann?!
      Ich bin wirklich enttäuscht vom Produkt, zumal ja direkt mit „Streifenfrei“ geworben wurde 😦 .

      • Na Ja, wenn man eine lange Hose anzieht, denk ich kann man seine Beine ganz gut verdecken 🙂 Eben, ich hätte das Produkt niemals gekauft, wenn sie nicht mit „streifenfrei“ geworben hätten. Sonst hätte ich ja auch ein normales tanning spray nehmen können. (Weil ich immer so paranoid vor Strreifen bin 🙂 )

      • Genau deswegen habe ich es auch gekauft. Naja, ging in die Hose – im wahrsten Sinne 🙂 Zum Glück ist das Wetter noch eher auf Hosen ausgelegt, ich hätte mich sonst noch mehr geärgert. Vor allem weil der Bräuner auch so hartnäckig ist.

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